E-LASTENFAHRRÄDER
ALS GRÜNE
KIEZLIEFERANTEN

URBAN LAB #3

09.02.2018
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Das projekt

DIE ZUKUNFT DER MOBILITÄT IM KIEZ

Distribut-e ist ein Projekt zur Erprobung neuer Nutzungsmöglichkeiten für Elektro-Lastenfahrräder in den Berliner Quartieren Klausenerplatz-Kiez und Mierendorff-INSEL. Ziel des Projekts ist es, Transporte mit Autos und Lieferwägen durch elektrisch betriebene Lastenfahrräder zu ersetzen und so den Verkehr im Kiez zu entlasten.

Das Projekt wird von zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Kommune und Wirtschaft durchgeführt und stellt Elektro-Lastenräder für Unternehmen sowie BewohnerInnen in einem Leihsystem zur Verfügung.

Wir möchten, dass BewohnerInnen ihre Ideen und Erfahrungen einbringen und so gemeinsam mit Unternehmen und der Verwaltung neue, optimierte Nutzungsmöglichkeiten und Leihsysteme für Lastenräder im Kiez entwickeln.

Der projektansatz

BEDARFSGEMÄßE LIEFERKONZEPTE

Die zu entwickelnden Kiez-Logistikkonzepte können nur erfolgreich sein,
wenn sie die besonderen und auf den ersten Blick nicht offensichtlichen
Bedarfe der lokalen Akteure berücksichtigen. Die Anforderungen der vor Ort
wohnenden und arbeitenden Menschen sowie die räumlichen Besonderheiten
der beiden Kieze müssen beachtet werden.

24/7 im Einsatz
So vielfältig wie die heutigen Transportbedarfe sind, so vielfältig soll auch Distribut-e sein.
Die Projekt-Kieze
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verfolgt das Ziel neue Mobilitätsformen und Angebote …
E-Lastenfahrräder
Distribut-e entwickelt FlexBikes, also elektrische Lastenfahrräder, deren Nutzerwert im Projekt durch …
DISTRIBUT-E RUND UM DIE UHR

So vielfältig wie die heutigen Transportbedarfe sind, so vielfältig soll auch Distribut-e sein. Neben der gewerblichen Lieferung von Waren im Kiez stehen die E-Lastenfahrräder auch für private Zwecke zur Verfügung.

Schritt für Schritt bauen wir deshalb ein Verleihsystem auf. Dafür entwickeln wir auch ein Online-Buchungssystem, das die Ausleihe der Fahrräder erleichtern soll.

DIE PROJEKTKIEZE

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verfolgt das Ziel neue Mobilitätsformen und Angebote wie Car-Sharing und E-Mobilität zu erproben, um die Lärm- und Abgasimmissionen zu reduzieren. Deshalb sind wir hier zuhause. Distribut-e versteht sich dabei als lernendes Kiez-Projekt. Um den Wirkungsgrad des Forschungsprojekts zu testen, wurden die beiden Projektgebiete Klausenerplatz-Kiez und Mierendorff-INSEL im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ausgewählt, die aufgrund ihrer verkehrlichen Lage einer hohen Belastung durch Lärm- und Schadstoffemissionen ausgesetzt sind.

Klausenerplatz-Kiez

Der Klausenerplatz-Kiez liegt im Norden von Charlottenburg und verfügt über eine gemischte Bevölkerungs- und Sozialstruktur. Heute leben ca. 9.000 EinwohnerInnen im Kiez. Zudem sind im Klausenerplatz-Kiez neben 269 Betrieben auch private und öffentliche Einrichtungen des Gesundheits- und Bildungswesens angesiedelt. Das produzierende Handwerk ist mit Druckereien, Tischlereien und Schlossereien vertreten.

Zwischen 2014-2017 wurde im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung ein Klimaschutzmanagement eingerichtet.

Mierendorff-INSEL

Die Mierendorff-INSEL liegt im Norden Charlottenburgs und ist umgeben von der Spree und zwei Kanälen. Auf einer Fläche von 189 ha liegt der baulich und sozial gemischte Kiez, mit Wohn-, Industrie- und Gewerbe- sowie Grünflächen. Heute leben ca. 15.000 EinwohnerInnen auf der Mierendorff-INSEL; 475 Betriebe sind im Kiez ansässig.

Der Kiez hat sich in den letzten Jahren zu einem wachsenden Quartier junger Erwerbstätiger entwickelt. Gleichzeitig wandern zunehmend junge Familien ab. Der Anteil an Senioren ist vergleichsweise gering. Gleichzeitig sind die wenigen Senioren jedoch überdurchschnittlich stark von Altersarmut bedroht.

Mit Hilfe der 2013 entwickelten Vision „Die nachhaltige Mierendorff-INSEL 2030″ konnten die Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung gewonnen, sowie Senats- und Bundesmittel u. a. für den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ (BMBF) eingeworben werden.

E-LASTENFAHRRÄDER

Distribut-e entwickelt FlexBikes, also elektrische Lastenfahrräder deren Nutzerwert im Projekt durch flexible Verwendung und Auslastung, sowie ein anpassungsfähiges Design erhöht wird. Ziel ist es, das CargoBike von UrbanCargo und das Veleon der Firma Adomeit auf ihre Tauglichkeit zu testen und die Transportmöglichkeiten weiterzuentwickeln.

Einspurig: CargoBike von UrbanCargo

Im Gegensatz zu dreirädrigen Lastenfahrrädern sind Cargobikes sogenannte Einspurfahrzeuge mit einer Ladebox von 250 l Volumen zwischen Vorderrad und Lenker. Alle Boxen sind mit einem elektronischen Schloss gesichert. Um den Wirkungsgrad zu erhöhen, ist der Motor in der Vorderradnarbe integriert und bringt so die elektrische Leistung direkt auf die Straße. Diese Technologie soll bei weiteren Strecken, Steigungen oder Gegenwind Entlastung bringen.

Zweispurig: Veleon von Adomeit Group GmbH

Das dreirädrige Lastenfahrrad ist 76 cm breit und 26 kg schwer. Die drei Räder sollen die Standfestigkeit und Stabilität erhöhen. Die Vorderachse des Lastenfahrrads ist vollgefedert. Zudem ist es in wenigen Schritten trennbar und kann damit zu einem Kinderwagen umgebaut werden. Mit dem Lastenfahrrad können bis zu 50 kg in der Lastenbox transportiert werden.

GEMEINSAME ENTWICKLUNG

Das Ziel des Projekts ist daher die strukturierte Erfassung von Anforderungen und Bedarfen hinsichtlich lokaler Akteure, Raum, Technologie und wirtschaftlicher Aspekte unter spezieller Berücksichtigung der Nutzerperspektive.

Dies erfolgt durch die an der TU Berlin entwickelten Methode des Urban Design Thinking. Mit dieser Methode und dem damit verbundenen Arbeitsformat des Urban Lab wird der klassische Beteiligungsbegriff neu gefasst und zu einem Ansatz der Ko-Kreation weiterentwickelt.

DIE URBAN LABS – KEIMZELLEN FÜR NEUES MIT RELEVANZ

Gemeinsam mit BewohnerInnen und UnternehmerInnen aus dem Klausenerplatz-Kiez und der Mierendorff-INSEL werden nachhaltige Geschäfts- und Leihmodelle für lokale Lieferungen mit Elektro-Lastenfahrrädern entwickelt und erprobt. In sogenannten Urban Labs werden die TeilnehmerInnen unter Anleitung von Coaches der TU Berlin in mehreren Schritten Modelle für das zukünftige Liefersystem erarbeiten.

Dabei geht es beispielsweise um Fragen, wie die Räder für die Nutzung beschaffen sein müssen, wo sie abgestellt werden oder wie die Ausleihe erfolgen soll. Die Urban Labs werden im Dezember 2017 starten. Dabei suchen wir Unterstützung von KiezbewohnerInnen und UnternehmerInnen, damit dieses System den Anforderungen vor Ort gerecht werden kann.

Mitwirkende sind herzlich willkommen –
melden Sie sich jetzt an:

DIE METHODIK
Unser Ziel ist es, städtische Entwicklungen nicht von einem Expertenkreis, sondern von den künftigen Nutzerinnen und …
DER VERLAUF
Die Urban Labs bilden einzelne Schritte eines mehrstufigen Prozesses, der dazu dient, Lösungen von der ersten Idee bis …
DIE METHODIK

Unser Ziel ist es, städtische Entwicklungen nicht von einem Expertenkreis, sondern von den künftigen Nutzerinnen und Nutzern anzustoßen. Deshalb entwickeln bei Distribute Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen mit den Projektpartnern in neun UrbanLabs Lösungen für das fahrradbasierte Liefer- und Leihsystem von morgen. Die Arbeit folgt der Methode des Urban Design Thinking, einem kreativen Workshop-Prozess, in dem kollaborativ urbane Innovationen entwickelt werden.

Was genau bedeutet das?

In den UrbanLabs wird in kleinen Gruppen zu verschiedenen Themen gearbeitet, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Entwicklung der Systembausteine von Distribute als wichtig erachtet werden. Ausgangspunkt der Arbeit sind die Transport- und Logistikbedarfe der Nutzerinnen und Nutzer. Zu konkreten Herausforderungen werden Lösungen erarbeitet, die den Menschen nützen und zugleich technologisch machbar sowie wirtschaftlich tragfähig sind.

DER VERLAUF

Die Urban Labs bilden einzelne Schritte eines mehrstufigen Prozesses, der dazu dient, Lösungen von der ersten Idee bis zur Umsetzungsreife voranzubringen. Dabei werden Ideen getestet, verworfen, neu gedacht und auf diesem Weg weiterentwickelt.

1.Urban Lab „Empathize“ – Themen bestimmen
Im ersten Workshop konkretisieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Verständnis des gemeinsamen Arbeitsthemas und identifizieren mögliche Nutzergruppen. Um deren Bedarfe und Probleme zu verstehen, treten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Austausch mit verschiedenen Akteuren vor Ort.

2.Urban Lab „Observe and Define“ – Aufgaben definieren
Im zweiten Workshop festigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Verständnis über die Nutzerinnen und Nutzer und hinterfragen ihr eigenes Verständnis über das Logistik- und Transportsystem bei Distribut-e. Sie entdecken Aktionsfelder und Systembausteine und halten diese in Geschichten fest, die anschaulich und leicht verständlich sind.

3.Urban Lab „Ideate“ – Ideen finden
Die Phase „Ideate“ dient dazu, erste Lösungsansätze zu entwickeln. Diese werden immer an den identifizierten Bedarfen und Zielgruppen ausgerichtet. Der Bau eines schnellen Prototypen hilft, die Ideen durchzuspielen.

4.Urban Lab „Prototype“ – Lösungen entwickeln
Das Prototyping dient dazu, ausgewählte Lösungsvorschläge und ihre Umsetzungsmöglichkeiten weiter zu konkretisieren. Als Ergebnis werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hilfe der Prototypen in die Lage versetzt, die entwickelten Lösungen aktiv in ihrem Gebrauch zu testen bzw. Anwendungen anschaulich durchzuspielen.

Die weiteren Urban Labs
In den weiteren Schritten werden die Lösungen durch Testen und Anpassen immer weiter verfeinert. Am Ende steht ein ausgearbeitetes Geschäftsmodell für ein Liefer- und Leihsystem mit Elektro-Lastenfahrrädern.

URBAN LAB 1+2 – ERGEBNISSE

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MITDISKUTIEREN & VORANTREIBEN

DIE PLATTFORM FÜR IHRE IDEEN & IHRE MEINUNGEN

Die hierin begründete Prozessinnovation wird dabei zum Schlüssel für weitere städtische Transformationsaufgaben.
Die von Beginn an mitgedachte Entwicklung von Geschäfts- und Betreibermodellen sichert die Anschlussfähigkeit und Zukunftsfähigkeit von entwickelten Lösungen und ermöglicht besonders die Abbildung und Einbindung sozialer Innovationen in Wertschöpfungsketten.

WO, WIE LANGE UND WOMIT BEWEGE ICH MICH FORT? EGAL, OB MIT DISTRIBUT-E UNTERWEGS ODER NICHT, ENTDECKE MODALYZER!

Mit dem Mobilitätslogbuch für dein Smartphone „modalyzer“ wollen wir neue Wege in der Forschung gehen und interessante Erkenntnisse über neue Formen der Mobilität gewinnen: Du als TeilnehmerIn kannst auf interaktivem Weg mehr über dein Mobilitätverhalten erfahren und lernst etwas über Deinen CO2-Fußabdruck.
Dabei hast Du, neben einem Gewinnspiel, die Möglichkeit, unser Forschungsprojekt zu unterstützen und einen aktiven Beitrag zu leisten, um bestehende Mobilitätsangebote zu verbessern oder sogar neue entstehen zu lassen!

DISTRIBUT-E AUSPROBIEREN & NUTZEN

In Kürze startet in beiden Kiezen – Mierendorff-Insel und Klausenerplatz-Kiez – die Vermietung unserer ersten Räder. So können Sie bisher mit dem Auto getätigte Fahrten mit hohem Transportbedarf oder größere Einkäufe umweltfreundlich auf das Fahrrad verlagern. Vielleicht interessiert Sie aber auch einfach die technische Seite der Fahrräder und sie möchten einmal Probe fahren.
Wo sie die Fahrräder mieten können, erfahren Sie hier.

E-LASTENFAHRRÄDER VOM VERMIETUNGSFACHMANN

Rufen Sie bei Michael Kujawski an, der Ihnen ein elektromobiles Lastenfahrrad vermietet:
+49 176 96869157

DIE PROJEKT-PARTNER

EIN STARKES, VIELSEITIGES TEAM
Wissenschaftspartner der TU Berlin

Fachgebiet Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten
(FG BES)

Technische Universität Berlin
Fachgebiet Logistik (FG LOG)
Technische Universität Berlin

Fachgebiet Entrepreneurship und Innovationsmanagement
(FG EIM)

Technische Universität Berlin

Fachgebiet Strategische Führung und Globales Management
(FG SFGM)

Technische Universität Berlin
Private Unternehmen und Forschungseinrichtungen
Adomeit Group GmbH (AdoG)
Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Anstalt des öffentlichen Rechts (BSR)
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig) (IÖW)
Fahrschule inno.M
Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
insel-projekt.berlin UG (haftungsbeschränkt) (IPB)
nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH
Kommunale Akteure
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf (BA C-W)
Advisory Board – Assoziierte Partner

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie
EIT Climate-KIC
EIT Digital
Datenschutzbeauftragter Land Berlin
Ethikkommission der TU Berlin
Green Moabit

IMPRESSUM

Prof. Elke Pahl-Weber
Technische Universität Berlin
Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR)
Fachgebiet Bestandsentwicklung und
Erneuerung von Siedlungseinheiten

Hardenbergstr. 40a | Sekr. B7 | D-10623 Berlin

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Florian Hutterer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel: +49 30 314-75708 | Fax: +49 30 314-28156

M.Sc. Paula Hentschel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel: +49 30 314-21687 | Fax: +49 30 314-28156

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.